Ein Kindergeburtstag, ein Schulausflug oder ein spontaner Restaurantbesuch: Menschen mit Zöliakie müssen häufig nachfragen, sich erklären und im Zweifel verzichten. Auch die höheren Kosten glutenfreier Lebensmittel belasten Betroffene.
Auf Einladung von Philip Hoffmann und Anne Janssen war die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft (DZG) im September zu einem Austausch im Deutschen Bundestag zu Gast. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung sowie weiteren engagierten Beteiligten haben wir über die Herausforderungen gesprochen, mit denen Menschen mit Zöliakie im Alltag konfrontiert sind.
Wir haben die Erfahrungen von Betroffenen eingebracht. Im Mittelpunkt stand unter anderem die Verpflegung in Kitas, Schulen, Kantinen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Für viele Betroffene ist eine sichere glutenfreie Verpflegung noch immer keine Selbstverständlichkeit.
„Betroffene brauchen bei jeder Mahlzeit vollständige Sicherheit, ob in der Kita, beim Schulausflug oder in der Kantine“, sagte Anne Janssen.
Was das für die gesellschaftliche Teilhabe bedeutet, beschrieb Philip Hoffmann so: „Wer bei jeder Mahlzeit nachfragen, erklären und im Zweifel verzichten muss, zieht sich irgendwann zurück.“
Für uns als DZG stehen mehr Sichtbarkeit, bessere Teilhabemöglichkeiten, mehr Lebensqualität und eine finanzielle Entlastung von Menschen mit Zöliakie im Mittelpunkt. Der Austausch hat gezeigt, dass diese Themen auf sehr großes Interesse stoßen und weiterer Handlungsbedarf gesehen wird.
Wir danken Philip Hoffmann und Anne Janssen für die Einladung sowie allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für den offenen, konstruktiven und wichtigen Austausch.